20. November 2025 - 17:26 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Bewerben, begegnen und begeistern: Praxistag verbindet angehende Personaler und Firmen - Ludwigshafen - DIE RHEINPFALZ, 20.11.2025, Volker Endres:

Der „Betriebetag“ an der Hochschule Ludwigshafen brachte zum dritten Mal Schüler, Betriebe und angehende Personaler zusammen.

„Ich habe auch schon bei Bewerbungsgesprächen mit dabei gesessen“, verriet Joane Schmidt. Die Werksstudentin arbeitet bei einem Unternehmen in Karlsruhe und studiert ebenso wie Linh Leuchtmann und Natalia Zdravkovic in Ludwigshafen im vierten Semester Internationales Personalmanagement. „Selbst geführt haben wir solche Gespräche aber noch nie“, erklärten die drei. Nur die Theorie dazu in den Vorlesungen haben sie kennengelernt.

Von den elf Betrieben gab es einhelliges Lob für den Praxistag der Studierenden in Kooperation mit dem Max-Planck-Gymnasium, wo Berufs- und Studienorientierungs-Koordinator Michael Möbius die Projektleitung übernommen und mit viel Energie die Kontakte in alle Richtungen geknüpft hatte.

„Es war im ersten Jahr schon sehr gut, wurde im zweiten Jahr besser und im dritten Jahr noch besser“, erklärte Lukom-Personalchef Jan Weissenborn stellvertretend für die teilnehmenden Firmen.

Immer authentisch bleiben

70 Schüler und 30 Personalmanagement-Studierende waren einen ganzen Tag lang unterwegs, schnupperten in Betriebe und beschnupperten sich gegenseitig. „Die meisten hatten ja noch nie ein richtiges Bewerbergespräch“, erklärte Leuchtmann. Defizite in den Lebensläufen habe es gegeben. „Ganz offensichtlich wird das in den Schulen nicht durchgenommen.“ Dabei sei gerade der Lebenslauf die Visitenkarte und der erste Eindruck bei den Betrieben. „Ich finde, dass man das mit 17 Jahren können sollte“, polterte Schmidt. So werden Praktika und Nebentätigkeiten häufig weggelassen. „Dabei können das doch Pluspunkte sein.“

Noten gab es für die Studierenden an diesem Tag nicht. „Die Teilnahme war freiwillig, wurde uns aber ziemlich eindringlich nahegelegt“, erklärte Zdravkovic lachend.

Für die Schüler gab es im Anschluss einen guten Rat von den angehenden Personalern: „Man sollte bei der ersten persönlichen Begegnung immer authentisch sein und nicht versuchen, etwas darzustellen, was man gar nicht ist“, so Schmidt. „Offen, ehrgeizig und viel Durchhaltevermögen“, sei auf dem Weg zum Traumberuf nötig, ergänzte Linh Leuchtmann.

Fachkräftemangel kein Freifahrtsschein

Denn die Situation sei nicht so rosig, wie es das Stichwort „Fachkräftemangel“ suggeriere. „Die Unternehmen schauen sich schon sehr genau an, wen sie zu sich holen.“ Oftmals werde dabei, auch bei Hochschulabgängern, auf fehlende Berufserfahrung verwiesen. Deshalb müssten die Schüler auch lernen, mit Enttäuschungen umzugehen, so das Fazit der drei Studentinnen.

Professor Elmar Günther, Dekan des zuständigen Fachbereichs, zog ein rundum gelungenes Fazit. „Es ging um bewerben, begegnen und begeistern.“ Alle drei Bereiche seien voll erfüllt worden. „Der Tag war mit Engagement und Neugier gestaltet.“ Diesen erfolgreichen Weg wolle man fortsetzen, so Günther, der damit gleichermaßen Schüler, Studenten aber auch die Betriebe ermutigte.

 

Hier geht zum Beitrag der HWGLU über den Betriebetag 2025       (Autor: Stefan Berndt, Lehrbeauftragter IPO)