Das Kunstwerk des Monats Januar
Dascha Kober, 12gk
Zeichnung meets Fotografie

 

In dieser kunstpraktischen Arbeit waren die Schüler:innen aufgefordert eine Fotografie durch einen zeichnerischen Bildausschnitt zu erweitern, um dessen Bildaussage zu verändern, zu erhöhen, zu kritisieren, zu karikieren. Die Wahl der Bildaussage selbst war den Schüler:innen frei gestellt. Dascha zeigt in ihrem Bild das Smartphone als einen lebensnotwendigen Stoff, der direkt in die Blutbahn fließt. Damit wird die Abhängigkeit von digitaler Vernetzung drastisch dargestellt: Das Gerät ist nicht mehr Werkzeug, sondern wird zum „Lebenselixier“, das Identität, Aufmerksamkeit und Dopamin liefert. Die Infusion symbolisiert eine stille, aber tiefgreifende Sucht, bei der Technik den Körper kontrolliert, statt ihm zu dienen. Das Bild regt den Betrachter zum Nachdenken an:

Wer kontrolliert hier eigentlich wen – ich das Handy oder das Handy mich?

Womit „ernähre“ ich mich digital, und tut es mir wirklich gut?

Ab wann wird digitale Nutzung zur stillen Abhängigkeit?

Die Bildaussage wird durch die zeichnerischen Fähigkeiten und die saubere Integration in den Fotoausschnitt zu einem besonderen Kunstwerk. Die Fachschaft Bildende Kunst gratuliert zu dieser sehr gelungenen Arbeit.

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