Ein Ort, an dem sowohl Kulturgeschichte und Denkmäler, aber auch Erschütterung, Gedenken und Verantwortung aufeinandertreffen: die Stadt Weimar. Auch in diesem Jahr (12.-14. August 2026) besuchte die Jahrgangsstufe 13 des Max-Planck-Gymnasiums diesen historischen Ort. In diesen drei Tagen haben wir zahlreiche Erinnerungen gesammelt und unser geschichtliches Wissen erweitert.

Am Mittwoch begann unsere Studienfahrt mit der Anreise nach Weimar. Nach unserer Ankunft hatten wir zunächst Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und erste Eindrücke zu sammeln.

Am Donnerstag stand ein abwechslungsreiches Programm zur deutschen Literatur- und Kulturgeschichte auf dem Plan. Zunächst besichtigten wir Goethes Wohnhaus. Dort bekamen wir einen Einblick in sein Leben und seinen Alltag und erfuhren mehr über seine Bedeutung für die deutsche Literatur. Anschließend nahmen wir an einer Führung durch die ständige Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ im Goethe-Nationalmuseum teil. Dabei konnten wir Goethes Leben und Wirken noch einmal aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen.

Am Nachmittag besuchten wir Schillers Wohnhaus. Durch die Führung erhielten wir weitere Einblicke in das Leben des Dichters und in die Zeit der Weimarer Klassik. Dabei wurde auch die besondere Verbindung zwischen Goethe und Schiller deutlich. So konnten wir einen wichtigen Teil der deutschen Literaturgeschichte direkt an den Orten kennenlernen, an denen sie stattgefunden hat.

Am Freitag stand schließlich ein ganz anderes Thema im Mittelpunkt. Wir besuchten die Gedenkstätte Buchenwald. Bei einem dreistündigen geführten Rundgang mit einem einleitenden Gespräch erfuhren wir mehr über die Geschichte des Konzentrationslagers und die dort begangenen Verbrechen. Außerdem besuchten wir die Dauerausstellung zur Geschichte des KZ Buchenwald. Der Besuch war besonders eindrücklich, da die Geschichte dort nicht nur aus dem Unterricht bekannt war, sondern an einem tatsächlichen Ort des Geschehens erlebbar wurde.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte traten wir schließlich die Rückreise an. Insgesamt waren die drei Tage in Weimar eine Mischung aus kulturellen und historischen Eindrücken. Besonders der Gegensatz zwischen der Weimarer Klassik und der Geschichte Buchenwalds machte deutlich, wie viele unterschiedliche Seiten die Geschichte eines Ortes haben kann. Die Studienfahrt hat uns daher nicht nur neues Wissen vermittelt, sondern auch dazu angeregt, über den Umgang mit Vergangenheit und die Bedeutung des Erinnerns nachzudenken.

Katja Kevrić

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